← Blog

Ein Klimagerät zu mieten ist ökologischer als es zu kaufen

5. Juli 2026 · 5 Min. Lesezeit

Man spricht viel über den Stromverbrauch von Klimaanlagen. Selten spricht man über den Herstellungs-Fussabdruck eines Geräts: zwischen 200 und 400 kg CO₂-Äquivalent für ein mobiles 9'000-BTU-Modell, vor allem durch Kompressor, Kältemittel und Stahl.

Das eigentliche Problem: die marginale Nutzung

Ein Schweizer Haushalt nutzt sein Klimagerät im Schnitt 8 bis 12 Tage im Jahr. Den Rest der Zeit schlummert das Gerät im Keller oder Schrank. Das ist ein katastrophales Nutzungsmuster: Ein grosser CO₂-Fussabdruck wird auf sehr wenige Betriebsstunden verteilt.

Was gemeinsame Nutzung verändert

Bei uns läuft dasselbe Klimagerät 60 bis 100 Tage pro Saison, bei 5 bis 10 verschiedenen Haushalten. Damit teilen wir den Herstellungs-Fussabdruck rechnerisch durch 5 bis 10. Und am Ende seiner Lebensdauer wird das Gerät zurückgenommen, repariert oder fachgerecht recycelt — nicht auf der kommunalen Deponie entsorgt.

Und der Strom?

Der Schweizer Strommix ist grösstenteils dekarbonisiert (Wasserkraft und Kernenergie). Der im Betrieb verbrauchte Strom fällt im Vergleich zur Herstellung kaum ins Gewicht. Mieten ist also vor allem eine Entscheidung für materiellen Verzicht.

Slug: ecologie-climatisation