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Hitzewellen & ältere Menschen: die richtigen Reflexe in der Schweiz

10. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit

2003 verursachte die europäische Hitzewelle rund 1'000 vorzeitige Todesfälle in der Schweiz. 2022 und 2023 dokumentierte das BAG erneut mehrere Hundert hitzebedingte Todesfälle, vor allem bei über 75-Jährigen. Hitze macht keinen Lärm, tötet aber mehr Menschen als Verkehrsunfälle.

Warum ältere Menschen besonders gefährdet sind

Mit zunehmendem Alter nimmt das Durstgefühl ab, die Schweissproduktion wird weniger effizient, und viele Medikamente (Diuretika, Blutdrucksenker, Anticholinergika) stören die Temperaturregulation. Ein Schlafzimmer mit 28°C über mehrere Nächte kann bereits eine schwere Dehydrierung auslösen.

Was wirklich hilft

  • · Einen kühlen Raum unter 26°C schaffen, zumindest zum Schlafen.
  • · Tagsüber Fensterläden und Fenster schliessen, nachts lüften, wenn die Temperatur sinkt.
  • · Regelmässiges, kleines Trinken fördern, auch ohne Durstgefühl.
  • · Ältere Angehörige während einer Hitzespitze täglich anrufen oder besuchen.

Wenn ein mobiles Klimagerät den Unterschied macht

Viele Schweizer Wohnungen sind nicht klimatisiert. Die Miete eines mobilen Klimageräts für die Dauer einer Hitzewelle (3 bis 10 Tage) kostet oft weniger als CHF 200.– und garantiert der gefährdeten Person ein kühles Zimmer, ganz ohne Umbau oder Verpflichtung.

Das ist kein Luxus: Es ist eine gesundheitspolitische Massnahme im Massstab einer einzigen Wohnung.

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